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Schwäbische Meisterschaft im frisch sanierten Stadion


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Es war eine Punktlandung nach Maß: Am Freitag um 17 Uhr wurde der letzte Strich auf der neu sanierten Tartanbahn im Friedberger Stadion gezogen, am Samstag um 10 Uhr fiel der erste Startschuss bei den Schwäbischen Meisterschaften der Leichtathleten. Heinz Schrall, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins DJK Friedberg, fiel ein großer Stein vom Herzen, dass es am Ende doch noch mit der rechtzeitigen Fertigstellung geklappt hatte und man nicht auf das Stadion in Aichach ausweichen musste. Normalerweise sind die Leichtathleten Ende September auch längst in der Trainingspause oder befinden sich bereits wieder im Grundlagentraining für die kommende Hallensaison. Doch nicht so in diesem „Corona-Jahr“. Erst Mitte Juni konnten die Leichtathleten überhaupt die ersten Wettkämpfe bestreiten, Bezirks- und Landesmeisterschaften wurden größtenteils auf September verschoben. Die schwäbischen Top-Athleten nutzten am Samstag noch mal die Gelegenheit ihre Form vor der nächste Woche anstehenden Bayerischen Meisterschaft zu testen. Die meisten anderen Athleten freuten sich aber einfach nur, dass sie in diesem Jahr noch mal die Gelegenheit bekamen, sich sportlich mit anderen zu messen. Die Atmosphäre erinnerte in diesem Jahr – verglichen mit den Schwäbischen Meisterschaften in den Vorjahren- eher an ein kleineres Sportfest. Einige Disziplinen wurden bereits im Vorfeld ausgelagert, Betreuer und Zuschauer waren nur in geringer Anzahl zugelassen. Und auch die Siegerehrungen fielen den Corona-Richtlinien zum Opfer. Trotzdem konnten einige Athleten Top-Leistungen auf die Bahn bringen. Allen voran die Vöhringer Sprinterin Julia Riedl. Sie dominierte den Frauensprint souverän. Über 100 Meter glänzte sie trotz noch neuer, weicher und damit langsamerer Laufbahn mit 12,22 Sekunden, über 200 Meter blieben die Uhren bei 24,40 Sek. für sie stehen. Bei den Männern wurde das Rennen auf den letzten Metern entschieden. Mit 11,06 Sek.blieb Seedy Conteh von der DJK Memmingen genau zwei Hundertstel vor Patrick Fischer von der LAZ Kreis Günzburg. Auch über 200 Meter hatte er die Nase vorn. Von den heimischen Athleten konnte vom Ausrichter DJK Friedberg diesmal vor allem Simon Schlesing (M12) überzeugen. Der junge Nachwuchsathlet holte sich über 800 Meter seinen ersten Schwäbischen Meistertitel in 2:38,94 Min. Zudem schnappte er sich sowohl über 75 Meter in 11,26 Sek. als auch im Speerwurf mit 27,68 Meter den Vizetitel. Die gleichaltrige Julia Schalk durfte sich über Platz drei über 75 Meter in hervorragenden 11,02 Sekunden freuen. Ida Weighardt in der W13 belegte über 75 Meter in 11,55 Sek. Rang sieben. Bei den Frauen wurde U20-Athletin Anna-Luisa Spatz Vierte über 100 Meter in 13,21 Sek. Nela Lehmann belegte im Speerwurf mit 30,74 Meter Rang fünf. Tim Mahl zeigte über 1500 Meter bei den Männern ein gutes Rennen und konnte sich den zweiten Platz sichern. Siebenkämpferin und Sprinttalent Sabrina Mayer ging leider nicht an den Start. Sie hat diese Saison bereits vorzeitig beendet.

Autor: Karin Wiegmann (13.10.2020)